Meine Geschichte

Hinter Nutri Synaptica steckt kein theoretisches Konzept, sondern eine persönliche Geschichte – über Krankheit, Neugier und die überraschende Kraft der Ernährung.

Erste Anzeichen – und die Entscheidung wegzuschauen

Anfang der 2000er, während meiner Ausbildung als gestaltungstechnischer Assistent und später im Studium der Kunstgeschichte, bemerkte ich zunehmend Probleme mit dem Gleichgewicht. Ein Neurologe nannte das Wort, das mein Leben verändern sollte: Ataxie. Eine tiefgreifendere Untersuchung in der Uniklinik wäre nötig – doch die mögliche Diagnose klang schwerwiegend. Unheilbar.

Ich liebte mein Studium. Ich reiste viel. Ich konnte noch Fahrrad fahren. Also entschied ich mich, der Sache nicht weiter auf den Grund zu gehen – und schob die Diagnose vor mir her.

Mit den Jahren machte die Krankheit leider ihre Fortschritte. Was ich verdrängte, ließ sich nicht aufhalten.

Die Diagnose – und ein Sturz, der alles veränderte

2011 wurde es so schlimm, dass ich die Neurologen der Uniklinik aufsuchte. Stationärer Aufenthalt, Lumbalpunktion, Peroneus-Biopsie – und trotzdem kein klares Ergebnis. Einige Monate später stolperte ich mitten auf der Straße, brach mir das linke Sprunggelenk – und erhielt im Krankenhaus den erlösenden und zugleich erschütternden Anruf: Friedreich-Ataxie. Positiv.

Wegen der Ataxie konnte ich nicht mit Krücken nach Hause. Von da an war der Rollstuhl mein Begleiter.

Der Wendepunkt: Sport, Ernährung – und eine neue Welt

Als mir klar wurde, dass Physiotherapie allein mich nicht aus dem Rollstuhl bringen würde, begann ich 2014 mit dem Training im Fitnessstudio. Damit kam unweigerlich die Frage: Was esse ich eigentlich – und was sollte ich essen?

Bis dahin war Essen für mich gleichbedeutend mit Genuss. Mehr nicht. Kein Übergewicht, kein Leidensdruck – und damit auch keine Neugier. Das änderte sich schlagartig. Ich tauchte ein in die Welt der funktionellen Medizin, hörte stundenlang Vorträge amerikanischer Ärzte und Ernährungswissenschaftler – kostenlos, online, nachts. Was ich dort lernte, verbesserte meine Gesundheit spürbar.

Die entscheidende Erkenntnis: Der Darm ist nicht einfach ein Verdauungsorgan. Er ist das Fundament unserer Gesundheit – und direkt mit dem Gehirn verbunden.

Die Darm-Hirn-Achse – ein Game-Changer

Je tiefer ich in die Forschung zur sogenannten Darm-Hirn-Achse eintauchte, desto klarer wurde mir: Ein gesunder Darm schützt das Gehirn. Entzündungen im Darm können das zentrale Nervensystem direkt beeinflussen – und umgekehrt. Das war für mich nicht nur akademisch interessant. Es war persönlich.

Jonny – der Fall, der mich überzeugt hat

2021 war ein Familienmitglied, das ich hier Jonny nennen möchte, in neurologischer Behandlung. Tinnitus, Brain Fog, chronische Müdigkeit – und schließlich der Befund: Entzündungen in Wirbelsäule und Gehirn. Die Ärzte sagten, es könnte sich zu Multipler Sklerose entwickeln. Man müsse abwarten und beobachten.

Für mich war das zu wenig. Ich war überzeugt, dass hinter diesen Entzündungen ein durchlässiger Darm steckte – ein sogenannter Leaky Gut – durch den Entzündungsauslöser ins Blut und bis ins Gehirn gelangen. Also erstellte ich ein Protokoll für Jonny: Beseitigung darmschädlicher Faktoren, anti-entzündliche Ernährung, gezielte Supplemente zur Regeneration des Mikrobioms.

Bei den nächsten MRTs waren die Entzündungen in Gehirn und Wirbelsäule zurückgegangen oder sogar verschwunden. Die Ärzte waren verblüfft. Ich war es nicht – aber tief bewegt.

Warum ich heute berate – und wen ich erreichen möchte

Dieser Moment war einer der Schlüsselmomente, die mich dazu brachten, als Ernährungsberater andere Menschen zu unterstützen. 2022 erwarb ich mein Zertifikat als Ernährungsberater, 2024 folgte die Spezialisierung als Berater für Darmgesundheit.

Da ich kein Mediziner bin, behandle ich keine Krankheiten. Was ich tue: Ich helfe Menschen, die Alzheimer in ihrer Familie erlebt haben – bei Eltern oder Großeltern – und die jetzt, mit Mitte 40 oder Mitte 50, präventiv handeln wollen. Denn Ernährung und Lebensstil sind Hauptfaktoren für die Darmgesundheit – und damit für den Schutz des Gehirns.

Ein gesunder Darm beschützt das Gehirn. Das ist keine Hypothese. Das ist der Stand der Wissenschaft – und meine persönliche Erfahrung.

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